Urs Freinsheimer

Krimis & Thriller

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Deal ist Deal

Lyonel Athen, Strategiechef der weltweit agierenden Winter Media Holding, hätte an diesem Tag im Bett bleiben sollen. Zunächst findet er den abgetrennten Kopf eines Menschen, nur Stunden später gerät er erneut in ein schweres Verbrechen. Zwar wurde er bislang in der Öffentlichkeit und in Kreisen der Polizei als Held gefeiert, doch die Freude währt nicht lang. Die Stimmung schlägt um, der Vorwurf von massiven Steuervergehen hängt in der Luft. Schlimmer noch: Lyonel wird sogar des Kindesmissbrauchs bezichtigt und steht zeitweise unter Mordverdacht. Sofort stellen die Medien ihn an den Pranger. Die von Missgunst und Neid genährte Kampagne zeigt rasch Wirkung. Nur seine Frau und sein engster Mitarbeiter halten noch zu ihm, aber auch ihre Liebe und Loyalität werden auf eine harte Probe gestellt. Doch Hauptkommissar Lassalle und sein Assistent müssen vorurteilsfrei ermitteln, auch wenn mehrere Spuren auf Lyonel verweisen. Stimmen die öffentlich erhobenen Vorwürfe? Steuerhinterziehung? Kindesmissbrauch? Mord? Und wer war der Mörder, wenn nicht Lyonel?

  • Urs
    Freinsheimer
    erscheint im: Juli 2019
  • Urs Freinsheimer
    Deal ist Deal
  • Deal ist Deal
    Urs Freinsheimer

Vita

Urs Freinsheimer studierte in München sowie den USA. Nach seiner Promotion arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent in Hamburg, ehe er für mehrere Jahre zu einer führenden internationalen Managementberatung wechselte. Anschließend war er Strategiechef eines globalen Medienunternehmens. Seit 2006 führt er sein eigenes Unternehmen. Urs Freinsheimer, der nun in Thüringen wohnt, hat mehrere wissenschaftliche Publikationen und Sachbücher verfasst, bevor er sich dem Kriminalroman zuwandte. „Option auf den Tod“ (erschienen im April 2018) ist der erste Band einer Reihe, die auch auf den Lebenserfahrungen des Autors beruht. Das zweite Buch, „Teamwork“ (erschienen im April 2019), beschäftigt sich mit der schillernden Welt der Unternehmensberater. Der dritte Band der Reihe um Hauptkommissar Lassalle, „Deal ist Deal“ (Erscheinungstermin bei bookshouse ist Juli 2019), handelt u. a. von einer Geiselnahme in einem Kindergarten. Ebenfalls abgeschlossen ist der vierte Krimi dieser Reihe mit dem Titel „Vierzehnheiligen“. Derzeit arbeitet Urs an seinem neuen Roman zu den „Sieben Wundern“ Jenas.

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    Teamwork

    Am Karfreitag des Jahres 2011 finden Lyonel Athen, der Strategievorstand der Winter Media Holding, (...)

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    Option auf den Tod

    Am 10. Juli 2010 wird die Leiche der Milliardärin Anna Amalia Winter in der Ilm vor dem Schloss in (...)

Leseprobe

Kapitel 1
Weimar, Villa Carla
Donnerstag, 3. Januar 2008, 05:00 Uhr früh

»Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr.« Lyonel stöhnte wie ein drittklassiger Filmkomparse.
   »Aber Chérie, du hast die Welt noch nie verstanden.« Carla lächelte.
   »Philosophie, so früh am Morgen?« Er sah auf. Ihr langes brünettes Haar war noch zerzaust von der kurzen Nacht. Einige Locken fielen frech in ihr Gesicht. Müde und nach vorn gebeugt, aber wie immer bereit zu einem kecken Wortgefecht, saß sie am Frühstückstisch, ihre obligatorische Tasse Café au Lait zwischen ihren schlanken Fingern. »Du bist wunderschön, Carla, weißt du das eigentlich?«
   »Ich? Ehrlich? Nein, das wusste ich natürlich nicht. Hätte mir ja auch mal jemand früher sagen können …«
   »Früher als fünf Uhr morgens?«
   Sie spitzte die Lippen und setzte zu einer weiteren Antwort an, als es klingelte. Carla blickte auf ihre Uhr. »Das muss Isabella sein.«
   »Wer sonst würde es wohl wagen, um diese Zeit bei uns zu klingeln, mein Schatz?«
   »Kann ich ihr so aufmachen? Ich meine, in Nachthemd und Bademantel und ungeschminkt? Du bist geduscht, hast dein schickes weißes Leinenhemd aus Litauen an und bist sogar schon schlecht rasiert. Respekt.«
   Lyonel war noch zu müde für innereheliche Flirts. »Ich geh ja schon.« Leidlich resigniert stellte er seinen Cappuccino zur Seite und schlurfte zur alten hölzernen Eingangstür ihrer Villa. Er schob den schweren Riegel zur Seite und schloss auf.
   Wie erwartet stand Carlas Assistentin vor ihm. »Guten Morgen, Isabella.«
   »Guten Morgen, Lyonel. Und nochmals Entschuldigung, dass ich so früh störe. Und vielen, vielen Dank, dass Sie mich fahren. Und dass Sie keine Witze über mich machen, weil ich immer noch keinen Führerschein habe. Und das mit 28 Jahren. O mein Gott. Und dass Sie keine bösen Bemerkungen machen, dass es noch so früh ist. Oder schon so spät, je nachdem. Ich weiß dies alles sehr zu schätzen, dass Sie Ihrer Frau all das versprochen haben. Ganz ehrlich. Und das Versprechen gilt doch bestimmt auch für mich, ja? Ja klar, sonst würde es ja keinen Sinn machen. So, jetzt habe ich aber genug geredet, oder? O nein, ich habe wahrscheinlich sogar schon viel zu viel geredet, vor allem, wenn man die Uhrzeit bedenkt und …«
   »Erst ’nen Kaffee, oder geht’s gleich los, Isabella? Wir können auch unterwegs weiterreden. Kein Problem.«
   »Ich würde gern meine Chefin kurz begrüßen, natürlich nur, wenn sie bereits wach ist und mich um diese Uhrzeit schon empfangen kann, wenngleich es mir selbstverständlich auch nichts ausmachen würde, falls …«
   »Lassen Sie uns erst die Ausrüstung in den Wagen laden, dann sehen wir weiter, ja?« Lyonel hatte Isabellas Fotoausrüstung bereits am Tag zuvor bei ihr zu Hause abgeholt und in der Villa Carla hinter dem Eingang verstaut, um Zeit zu sparen, wie Carla es nannte. Warum er nicht einfach heute früh zu Isabella fahren und sie samt Ausrüstung schlichtweg abholen konnte, blieb ihm allerdings ein Rätsel. Frauenlogik. Wahrscheinlich, damit er morgens um fünf Uhr nicht über sie herfiel, wenn er mal einen Tag frei hatte? Ohne zu murren, trug er die Kameratasche, das Stativ, die Beleuchtung, den Akku und diverse Taschen zu seinem Porsche Cayenne und verstaute alles in dem geräumigen Kofferraum, als Carla die Treppe herunterkam.
   »Bonjour Isabella. Geht es dir gut? Dein großer Tag heute, ja?« Sie begrüßte ihre Mitarbeiterin freundlich wie immer.
   Lyonel sah seine Frau erstaunt an. Sie trug nun eine Designerjeans, eine weiße Bluse, hatte die Haare gekämmt und sah aus wie das blühende Leben. Wie machte sie das nur? Das waren allenfalls drei Minuten. Maximal vier oder fünf.
   »Bonjour, Carla. Danke, sehr gut. Und vielen Dank nochmals, dass Lyonel mich fährt …«
   »Ach, das macht er doch gern. Er hat heute frei, und man kennt ja die Männer. Sie müssen immer irgendetwas tun. Nicht wahr, mein Schatz?«
   »Ich kann euch hören«, sagte Lyonel, während er vier Tragetaschen auf einmal nach draußen trug und sich in seiner halb offenen gefütterten Jacke mit Handschuhen und Mütze fast wie ein Soldat an der Isonzofront fühlte, während die Damen (...)

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